Die Geschichte der Walpurgisnacht

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Walpurgisnacht
Die Nacht vom 30. April auf den 1. Mai ist die sogenannte Walpurgisnacht.
In dieser Nacht sollen früher angeblich Hexen….
….auf Besen zum „Blocksberg“
geritten sein und dort ihren Hexensabbat abgehalten haben. Der „Blocksberg“
ist der höchste Berg des Harzes (1.142 m), der offizielle Name lautet „Brocken“.
Bucklig, alt, hässlich, Warzen, rote Haare, hinterhältig, bösartig, Hakennase,
Katze oder Rabe auf der Schulter. Nach dem Volksglauben sind Hexen Frauen,
oder auch Männer welche eine – meist schädliche – Zauberkraft besitzen. Meist erlangten sie zu dieser durch ein Bündnis mit dem Teufel. Hexen besaßen in den jeweiligen Epochen verschiedene Bedeutungen.

In der Antike…
…glaubte man an magische Praktiken mit Hilfe eines Geistes oder eines Dämons.
In ägyptischen Aufzeichnungen ist unter Anderem auch von Zauberern und Wahrsagern die Rede, welche ihre Fähigkeiten von Geistern oder Teufeln bekamen. Auch in anderen Kulturen, wie zum Beispiel den alten Griechen oder Römern, spielten Hexen und Magier eine bedeutende Rolle.
Ein Zentrum der Hexenkunst lag zum Beispiel in Griechenland (Thessalien).

Im Mittelalter…
…war man zum Beispiel fester Überzeugung, dass der Teufel und dessen Untergebene (wie zum Beispiel Dämonen) wirklich existierten. Die Hexen waren dann die Dienerinnen des Teufels und bekamen in einem vertraglichen Gegenzug die Macht über Krankheiten. Sie konnten oft Regen, Stürme und Dürre hervorrufen, Menschen und Tiere unfruchtbar machen, Geister beschwören, Tote wiederbeleben, sich unsichtbar machen und mit Hilfe eines Besens fliegen.
Wenn sie ihren sogenannten „Bösen Blick“ einsetzten konnten sie auch durchaus einen Menschen töten.
Zudem konnten sie sich noch in andere Gestalten verwandeln oder Gegenstände beleben.

In der frühen Neuzeit…
…führte der Hexenwahn zu einer Hexenverfolgung in einem riesigen Umfang.
Wenn man dann eine angebliche Hexe hatte, wurde sie durch extremste Befragung, welche auf dem „Kehlheimer Hexenhammer“ basiert, Folter und angeblichen Gottesurteil schlussendlich verurteilt und auf einem Scheiterhaufen verbrannt. Der letzte Hexenprozess in Europa fand 1782 in der Schweiz statt. Diese letzte Hexe war Anna Goeldin.

Gelehrte Zeitgenossen sind zu dem Schluss gelangt, dass die Hexerei ein Rest aus Teilen einer alten Volksreligion war, speziell eines Fruchtbarkeitskultes. Diese sogenannte „alte Religion“ bestand im Mittelalter weiterhin neben dem Christentum, auch wenn sie immer mehr ihrer Anhänger verlor.
Als dann schließlich das Christentum die Oberhand über den Religionen gewann, machte die Kirche den Leuten weiß, dass die Götter der „alten Religion“ nichts weiter seien als der eigentliche Teufel. In den Augen der Kirche
und der Christen wurden dann demnach die Anhänger jener Religion zu Hexen.
Auch heute noch findet die Hexerei einen regen Anklang in der Bevölkerung.
In einigen Kulturen gibt es auch in der heutigen Zeit noch Medizinmänner,
Schamanen und ähnliche, welche Regen machen, Kranke heilen, Dämonen austreiben, Kriege und Jagden beeinflussen aber auch Verderben herbeiführen. Aber auch sonst wächst das Interesse an allen Formen des Okkultismus enorm.

Die Magie
Zuerst einmal gilt es, die Weiße und die Schwarze Magie zu unterscheiden.
Wobei die Weiße Magie die gutgesinnte Magie war und die Schwarze Magie der
Schadenzauber, welchen man den Frauen und den wenigen Männern während
den Hexenverfolgungen anlastete.
Die weisse Magie..
war durchaus erwünscht und von der Bevölkerung auch gesucht.
Man wusste damals wenig über seinen eigenen Körper und die Welt,
in der man lebte. So schrieb man vieles übernatürlichen Kräften
zu. Diese Kräfte besaßen allerdings nur auserwählte Menschen.
Zu solch Weisen Frauen und Hexen ging man stets, wenn Verzweiflung herrschte
über diverse Schicksalsschläge wie zum Beispiel Missernten, Krankheiten, Kinderlosigkeit, etc.
Weiter um sich die Zukunft voraussagen zu lassen, Unheil und
Krankheiten abzuwenden oder wenn man einen Liebeszauber wollte.
Jene Frauen kannten sich nämlich oft mit vielen Kräutern und der Natur
an sich sehr gut aus. Zudem besaßen sie ein großes Wissen im Bereich des
menschlichen Körpers, Frauenkrankheiten und Geburtshilfe.

Die schwarze Magie,
den Schadenzauber, verfolgte man jedoch. Ihrer waren tausende Menschen beschuldigt. Man war davon überzeugt, dass sich jene Menschen von Gott abgewandt und dem Teufel zugeschrieben hatten.
Sie nutzten ihr Wissen, um den Menschen aus Rachsucht heraus Böses zu bringen. Diesen unheilbringenden Zauber fürchtete man sehr, denn er galt dem Nachteil von Mensch und Tier.

Man kreidete ihm Tod, Unwetter, Krankheiten, Impotenz, Schäden an Haus und Hof, schlechtes Wetter, Dürre, Kinderlosigkeit und vieles andere an. Zudem beschuldigte man jene Hexen auch der Kinderschänderei und sonstigem.
Oft unterscheidet man auch verschiedene Arten von Hexen. Es gibt zum Beispiel Liebes-Hexen, Wahrsagerinnen, Wetterhexen und Kräuterhexen.

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