Vertikale Wolken

OFF

Cumulus

Cumuluswolken sind in der Regel reine Wasserwolken, nur in den Teilen der Wolke, die deutlich unter Null Grad liegen, sind unterkühlte Wassertropfen bzw. Eiskristalle vorhanden. Sie sind einzelne, voneinander isolierte, dichte und scharf abgegrenzte Wolken. In der Vertikalen zeichnen sie sich durch Quellungen in Form von Hügeln und Kuppen aus. Ihre Untergrenzen verlaufen dagegen fast horizontal. Häufig existieren mehrere Entwicklungsstadien nebeneinander. Im allgemeinen fällt aus Cumuluswolken kein Niederschlag. Durch hohe Labilität kann sich der Cumulus jedoch weiter entwickeln und zu einer Schauerwolke (Cumulonimbus) heranreifen.
Entstehung:

  • durch Erwärmung der bodennahen Luft durch Sonneneinstrahlung
  • durch freie Konvektion in der unteren Luftschicht
  • durch gezwungene Konvektion
  • an orographischen Hindernissen (Gebirge)

Cumulonimbus

Ein Cumulonimbus (Schauer-, Gewitterwolke) enthält im oberen Bereich Eiskristalle und Graupelkörner und in den tieferen wärmeren Schichten Wassertröpfchen, die zum Teil erheblich unterkühlt sein können. Durch gegenseitige Anlagerung bilden sich daraus Eiskörner oder Hagel, die beim Fall durch wärmere Schichten teils als großtropfiger Regen am Boden ankommen. Er ist eine massige und sehr hohe Quellwolke, die im Laufe ihrer Entwicklung alle Wolkenstockwerke durchstößt und die anfangs vorhandenen rundlichen Quellungen entwickeln sich vor allem im oberen Bereich in eine faserige streifige Masse, die wie ein Amboß aussieht. Die Wettererscheinungen sind vielfältig und reichen von Regen- und Schneeschauern/Gewittern über Graupel- und Hagelunwetter bis zu Orkanböen.

Cumulonimbus, fotografiert aus der internationalen Raumstation ISS, über Zentralafrika.
Entstehung:

  • durch starke Erwärmung der bodennahen Luft durch Sonneneinstrahlung (Luftmassengewitter)
  • durch Hebung der Luft im Bereich von Fronten (Frontgewitter) durch Abkühlung der Luft in höheren Schichten
  • durch Ausstrahlung an der Wolkenoberfläche oder Zufuhr kälterer Luft (Luftmassengewitter, Wintergewitter)
  • durch erzwungene Hebung feuchtwarmer Luft an Gebirgshindernissen (orographische Gewitter)

Nimbostratus

Der Nimbostratus besteht teils aus unterkühlten Wassertröpfchen, teils aus größeren Regentropfen, Schneekristallen oder -flocken. Er ist eine graue und weit ausgedehnte und sehr mächtige Wolke, durch die das Tageslicht stark gedämpft oder verdüstert wirkt. Unterhalb seiner Untergrenze treten nicht selten tiefere Wolkenfetzen (pannus) auf, die infolge der Verdunstung und Wiederkondensation des fallenden Niederschlages durch Turbulenz in den unteren Luftschichten entstehen. Der Nimbostratus ist die klassische Wolke für Dauerniederschlag wie Landregen und im Winter für langanhaltenden Schneefall.
Entstehung:

  • durch Aufgleiten ausgedehnter Luftschichten bis in das oberste Stockwerk, z.B. bei Warmfronten
  • aus anderen Wolken: durch Anwachsen eines Altostratus oder durch Ausbreitung aus einem Cumulonimbus